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Kurze Geschichte und Entwicklung
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Vorphase

In der Vorphase lautete der Arbeitstitel der Gesellschaft "Verein der Freunde der Partnerschaften mit chinesischen Hochschulen", ein deutlicher Hinweis darauf, dass ursprünglich im Wesentlichen im Zentrum der Gesellschaftsarbeit die Pflege der Hochschulpartnerschaften stehen sollte.

Gründung

Am 22. Juli 1983 wurde die Gesellschaft in Heidelberg unter dem Namen "Baden-Württembergische China-Gesellschaft zur Förderung der wissenschaftlichen und technischen Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China e.V." gegründet.
Initiatoren dieser Gründung waren der damalige Ministerpräsident Lothar Späth, Wissenschaftsminister Professor Dr. Helmut Engler, Professor Dr. Paul Gerhardt von der Universität Heidelberg und Professor Dr. Matthias Seefelder, Vorstandsvorsitzender der BASF. Die beiden zuletzt genannten Herren sowie Dr. Wilhelm Schuth, Direktor der Deutschen Bank Heidelberg, Heinz C. Hoppe, Vorstandsmitglied der Daimler-Benz AG und Professor Dr. Wolfgang Thomassen von der Fachhochschule Konstanz bildeten den ersten Vorstand.
Um keine Verwechslung mit anderen China-Gesellschaften hervorzurufen, wird im allgemeinen Sprachgebrauch von der "Baden-Württembergischen China-Gesellschaft" gesprochen.

Geförderte Vorhaben

Entsprechend dem Satzungszweck der Baden-Württembergischen China-Gesellschaft wurden zahlreiche Vorhaben gefördert wie

  • Betreuung von chinesischen Delegationen aus den Bereichen der Hochschulen, Medien, Politik, Verwaltung und Wissenschaft
  • Vortragsveranstaltungen, Informationsseminare, Tagungen und Symposien
  • Unterstützung von deutsch-chinesischen Freundeskreisen
  • Nachbetreuung von Chinesen, die in Baden-Württemberg in Industrie, Wissenschaft und an Universitäten tätig waren
  • Stipendien und Druckkostenzuschüsse für Doktoranden sowie für chinesische Wissenschaftler
  • Unterstützung chinesischer und deutscher Bibliotheken durch die Anschaffung deutscher Bücher und chinesischer Archivmaterialien
  • Aufbau eines Wirtschaftsnetzes
  • Kulturveranstaltungen wie Kunstausstellungen und Konzerte
  • die Publikation der zweimal im Jahr erscheinenden Mitgliederzeitschrift China-Report.

Höhepunkt im Gesellschaftsleben sind die jährlichen Vortragsveranstaltungen anlässlich der Mitgliederversammlung, zu denen namhafte Persönlichkeiten zu Vorträgen eingeladen werden. Darunter auch die früheren deutschen Botschafter in Peking und die chinesischen Botschafter in Bonn:

  • Professor Guo Fengmin (Botschafter in Bonn)
  • Professor Mei Zhaorong (Botschafter in Bonn bis 1997)
  • Herr Lu Guoqiang (Botschafter in Bonn bzw. Berlin seit 1997)
  • Dr. Per Fischer (Botschafter in Peking)
  • Dr. Hannspeter Hellbeck (Botschafter in Peking von 1987 bis 1992)
ferner

  • Professor Dr. Erich Häusser, Präsident des deutschen Patentamtes
  • Professor Dr. Rainer Hoffmann, Sinologe an der Universität Freiburg
  • Professor Dr. Norbert Kloten, Präsident der Landeszentralbank Baden-Württemberg
  • Professor Dr. Wolfgang Kubin, Sinologe in Bonn
  • Professor Dr. Dr. h.c. Hans Küng, Professor in Tübingen und Präsident der Stiftung Weltethos
  • Professor Dr. Hellwig Schmidt-Glintzer, Direktor der Herzog-August Bibliothek in Wolfenbüttel
  • Professor Dr. Dr. Harro von Senger, Sinologe und Experte für chinesisches Recht, Universität Freiburg und
  • Professor Dr. Peter Thiele, Direktor des Lindenmuseums in Stuttgart
Die Themen der Vorträge waren weitgefächert. Neben historischen Aspekten und Problemen der interkulturellen Kommunikation wurden Chinas Wirtschaft, die Situation in der Gegenwart sowie Zukunftsperspektiven behandelt.